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Skript zum Modul "Mobile Strategy".

Was ist „Mobile“?

Ein Smartphone gehört dazu, klar. Aber welche Geräte fallen ebenfalls unter die Definition „Mobile“? Mark Wächter, Vorsitzender der Fokusgruppe Mobile im BVDW und Autor von „Mobile Strategy“ (S. 13f), definiert Mobile so:

Was bedeutet „Mobile“?

Drahtloser Zugang zum Internet (Mobilfunk, WLAN oder sonstiges).
Ein sich bewegender Bildschirm, der (nahe am Körper) getragen werden kann oder der sich in einem beweglichen Vehikel fest befindet.
Mit dem Smartphone kommunizierende Erweiterungen: Armbänder, Brillen, Uhren und andere Wearables, bei denen das Smartphone als Hub dient.
Ausstattung mit einem für Mobilgeräte optimierten oder programmierten Betriebssystem.
Definition von Mark Wächter, Vorsitzender der Fokusgruppe Mobile im BVDW und Autor von „Mobile Strategy“ (S. 13f)

Der neue First Screen

Smartphones sind ein Massenmedium wie klassische Medien auch, sagt Daniel Reber, Autor von Mobile Marketing. „Für viele seiner Nutzer ist das Smartphone heute der First Screen, also das digitale Endgerät, das sie für den Großteil der Aufgaben als erstes nutzen.“ (Reber, S.5). Was nahe liegt: Das Smartphne ist praktisch immer griffbereit und überall dabei.

Wer beispielsweise wissen möchte, wie das Wetter wird, wird sehr wahrscheinlich eher sein Smartphone zur Hand nehmen, als auf die Wettervorhersage im Fernsehen zu warten, eine Zeitung zu kaufen oder den Computer hochzufahren.

Daniel Reber

Ein Zitat, das für Millennials wie ein Anachronismus klingt – selbstverständlich ist das Smartphone das schnellste, komfortabelste und ubiquitärste Medium unserer Zeit – klein, kompakt, einfach zu bedienen. Es hilft uns sogar „hands free“ – wir können mit ihm sprechen… Für viele Menschen hat das Smartphone sogar den PC komplett ersetzt. Diese Mobile-Only-User sind Nutzerinnen und Nutzer, die alle relevanten Aufgaben ausschließlich mit dem Handy erledigen – inklusive Schreiben und Ausdrucken von Dokumenten. Weil das kleine Gerät nicht nur ubiquitär, sondern auch versatil und im Vergleich günstiger und sparsamer als ein PC ist, ist es das perfekte Gerät für die Digitalisierung Afrikas und Lateinamerikas!

Selbstverständlich kann ein Smartphone auch in Teilen deutlich mehr als ein klassischer PC. Der Grund ist – neben der mobilen Verfügbarkeit – die hohe Anzahl an Sensoren, die von vielen tausend Apps genutzt werden können und mit denen eine atemberaubend lange Liste an Diensten und Angeboten möglich wird.

Sensoren

Das Smartphone ist ein digitales Schweizer Taschenmesser. Lifewire hat eine aktuelle Liste der Sensoren, die im iPhone verbaut sind.

  • Es kann die Temperatur messen, den Luftdruck, die Feuchtigkeit und die Helligkeit in der Umgebung.
  • Es weiß exakt, wo es sich befindet, kann navigieren und Bewegungen, Drehungen und Beschleunigungen messen.
  • Es kann den Puls messen, den Fingerabdruck scannen und Gesichter erkennen.
  • Es hat einen Näherungssensor, der erkennt, wie nahe sich das Gerät am Ohr oder vor dem Gesicht befindet.
  • Es hat mehrere Kameras, die ihrerseits als Sensoren dienen und neben der Gesichts- und Objekterkennung auch QR- und Barcodes Codes erkennen und sogar ganze Dokumente scannen können.
  • Es ist die persönliche Geldbörse und Brieftasche, mobiler Ticketautomat und Personalausweis.
  • Es ist selbstverständlich ein Funkgerät, das sich über das Mobilfunknetz, über Wifi (Wlan) und Bluetooth mit dem Internet, mit anderen Geräten und damit auch mit anderen Menschen koppeln und verbinden kann. Und es empfängt Radio- und evtl. TV-Signale.

Die Sensoren machen das Gerät zu einem kleinen, energieeffizienten Alleskönner, der gerade jetzt in der Coronakrise sogar zwei nützliche Funktionen übernimmt: Über Bluetooth-Verbindungen trackt das Smartphone, welche Personen sich wann begegnet sind und kann bei positiven Covid-Befunden eines Users diese Personen warnen – und sie evtl. automatisch krankschreiben. Und über die Vitalsensoren sammelt das Robert-Koch-Institut Körperdaten, aus denen die Wissenschaftler anonymisiert Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung und eventuelle Infektionsherde ziehen können – schneller als bisher, umfassender als bisher und theoretisch bis zum einzelnen User zurückverfolgbar (auch wenn dieser anonym bleiben soll).

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